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Klippmühle

Größe: 8,59 ha   
Landkreis: Mansfeld-Südharz  
Codierung: NSG0078___   
Verordnung:  VO v. 12.01.1938 (Amtsbl. d. Reg. in Merseburg. Ausg. B. - (1938)3 v. 22.01.1938)
Karte - © LVermGeo LSA Gen.-Nr.: 10008 (www.lvermgeo.sachsen-anhalt.de)

Schutzziel

Erhaltung eines repräsentativen Aufschlusses des Klippmühlquarzits.

Lage

Das Gebiet (210-265 m ü. NN) liegt ca. 8 km südwestlich von Hettstedt und ist ein Teil des westexponierten Steilhanges des Wippertales nördlich der ehemaligen Klippmühle.
Das NSG liegt im LSG "Harz und Vorländer".

Geologische Beschreibung

Das Gebiet gehört zur metamorphen Zone des Unterharzes und ist das Typusgebiet für die Formation des Klippmühlquarzits. Viele Felsklippen am Steilhang bestehen aus diesem Klippmühlquarzit. Eine weitere Gesteinsart sind die ebenfalls metamorph veränderten phyllitischen Quarzitschiefer. Während über dem Festgestein und einer unterschiedlich starken Berglößbedeckung skelettreiche Braunpodsole lagern, befinden sich auf den Steilhängen aufgrund von Abtragungen Rohböden und Ranker.

Vegetation

Ein Teil des Gebietes wird von dem sehr beachtenswerten lückigen bodensauren Färberginster-Eichenbuschwald (Genisto tinctoriae-Quercetum) mit alten Krüppeleichen, Ebereschen (Sorbus aucuparia), Birken (Betula pendula) und Gewöhnlichen Kiefern (Pinus sylvestris) in der Baumschicht eingenommen. In seiner Krautschicht wachsen Schlängelschmiele (Avenella flexuosa), Echter Schafschwingel (Festuca ovina) und Heidekraut (Calluna vulgaris).

Diese Pflanzengesellschaften deuten auf einen ehemaligen Bauernwald hin. Während im Bereich dieser Eichenwälder auch Fichtenforste vorkommen, wurden auf felsigen Partien im Norden Kiefern gepflanzt.
Waldmäntel werden zum Teil von Liguster-Schlehen-Gebüschen (Ligustro- Prunetum spinosae) gebildet.

Fauna

Das NSG bietet zahlreichen Vogelarten Lebensraum. So brüten 24 Arten hier, darunter Wendehals (Jynx torquilla), Gimpel (Pyrrhula pyrrhula), Goldammer (Emberiza citrinella) und wahrscheinlich auch der Baumfalke (Falco subbuteo).

Ihren Nahrungsraum haben Sperber (Accipiter nisus), Grauspecht (Picus canus) und Schwarzstorch (Ciconia nigra) im Schutzgebiet.

Zustand des Gebietes und Erhaltungsmaßnahmen

Der Zustand des NSG kann als gut eingeschätzt werden. Die Klippen sind wenig bewachsen. Die Waldgrenzbereiche weisen eine dynamische Entwicklung auf; eine Verbuschungstendenz zeigen die Rasenflächen auf dem Plateau.