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Waldfrieden und Vogelherd im Hohen Holz

Größe: 133,78 ha   
Landkreis: Börde   
Codierung: NSG0033___   
Verordnung:  AO v. 30.03.1961 (GBl. d. DDR Teil II.-(1961)27 v. 04.05.1961, S.166) in der Fassung v. 01.01.1997 (GVBl. LSA.- 8(1997)1 v. 02.01.1997, S. 2 - Rechtsbereinigungsgesetz) - als NSG "Vogelherd" u. NSG "Waldfrieden"; Beschl. BT Magdeburg v. 31.10.l985 - Zusammenlegung der beiden NSG u. Umbenennung in "Waldfrieden und Vogelherd im Hohen Holz"   
Karte - © LVermGeo LSA Gen.-Nr.: 10008 (www.lvermgeo.sachsen-anhalt.de)

Schutzziel

Schutz des auf lößbedecktem Keuper stockenden Traubeneichen-Hainbuchenwaldes mit Übergang zum Buchenwald.

Lage

Das NSG (140-200 m ü. NN) befindet sich ca. 5 km nördlich von Oschersleben im Hohen Holz, dem einzigen größeren Waldgebiet des Börde-Hügellandes.
Es liegt im LSG "Hohes Holz-Saures Holz mit östlichem Vorland".

Geologische Beschaffenheit

Das NSG ist Teil der Oschersleben-Bernburger-Scholle. Der Untergrund besteht aus lößbedeckten Mergelsteinen und Sandsteinen des Oberen Keupers. Im Westteil des NSG durchziehen zahlreiche Tälchen und Gründchen das Gebiet.
Sie entwässern es über den Goldbach zur Bode hin.

Vegetation

Den größten Teil des NSG nehmen der buchenreiche Traubeneichen- Hainbuchenwald (Galio sylvatici-Carpinetum betuli) und ein Wachtelweizen-Traubeneichen-Buchenwald (Luzulo luzuloides- Fagetum) ein. Diese Waldvegetation ist charakteristisch für ein Übergangsgebiet zwischen subkontinental und subozeanisch verbreiteten Pflanzengesellschaften.
Rotbuche (Fagus sylvatica) und Trauben-Eiche (Quercus petraea) beherrschen die Baumschicht. Dazu gesellen sich Hainbuche (Carpinus betulus), Vogelkirsche (Cerasus avium), Esche (Fraxinus excelsior) und
Stiel-Eiche (Quercus robur).

Die Strauchschicht fehlt meist. Die Bodenvegetation wird gebildet von

  • Waldmeister (Galium odoratum),
  • Wald-Sauerklee (Oxalis acetosella),
  • Zittergras-Segge (Carex brizoides) sowie
  • Echtem Lungenkraut (Pulmonaria officinalis) und
  • Großem Hexenkraut (Circaea lutetiana) in nährstoffreichen Mulden.

Im westlichen Teil des NSG, dem "Vogelherd", dominiert in der Baumschicht die Rotbuche. In der Krautschicht wachsen Waldmeister (Galium odoratum), Wald-Flattergras (Milium effusum ) und Fuchssches Greiskraut (Senecio ovatus).

An schattigen kühlen Hängen findet man Gewöhnlichen Frauenfarn (Athyrium filix- femina), Eichenfarn (Gymnocarpium dryopteris) und Gewöhnlichen Wurmfarn (Dryopteris filix-mas).

Außer den Mischlaubwäldern sind Fichten- und v. a. Lärchenforste vorhanden.

Fauna

Die Wälder sind Einstandsgebiet von Mufflon (Ovis musimon) und Damwild. Die hohe Greifvogeldichte ist auffällig, wovon besonders der Rotmilan (Milvus milvus) hervorhebenswert ist.

Zustand des Gebietes und Erhaltungsmaßnahmen

Das Gebiet befindet sich in einem befriedigenden Zustand. Naturfernere Forste sollen durch standortheimische Baumarten ersetzt werden. Das NSG liegt teilweise im FFH-Gebiet "Hohes Holz bei Eggenstedt".

Kontakt

Öffnungszeiten:
Mo. - Do.: 9:00 – 15:00 Uhr
Fr.: 9:00 – 12:00 Uhr

Hinweis: 
Termine können nach individueller Vereinbarung auch außerhalb der Sprechzeiten durchgeführt werden. Bitte beachten Sie, dass einzelne Bereiche abweichende Öffnungszeiten haben. Diese erfahren Sie auf der jeweiligen Internetseite des Referates.

Sie erreichen uns telefonisch in

Halle (Saale): +49 345 514-0

Magdeburg: +49 391 567-0

Dessau-Roßlau: +49 340 6506-0

oder per Post:

Landesverwaltungsamt
Ernst-Kamieth-Straße 2
06112 Halle (Saale)